Die Wettbewerbspartner

„Dein SPIEGEL" – Nachrichten-Magazin für Kinder 

Bettina Stiebel
  Bettina Stiebel
  Redaktionsleiterin "Dein SPIEGEL"

 

Eine Gesellschaft funktioniert nur gut, wenn die Menschen nach sozialen Regeln des Miteinanders friedlich und respektvoll zusammenleben und einander vertrauen. Gerade in schwierigen Zeiten sind Solidarität, Hilfsbereitschaft und Empathie gefragt. Das Gefühl des Zusammenhalts verbindet die Menschen miteinander und spendet Kraft. Denn ein „Wir“ ist meistens stärker als ein „Ich“.

Der Begriff Solidarität (von lateinisch solidus: gediegen, echt, fest) ist aber weit mehr als nur ein Wort, er bezeichnet eine Haltung: das gegenseitige Füreinandereintreten in der Gemeinschaft. Dabei geht es vor allem um das Unterstützen anderer, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.

Ob in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen oder in der Nachbarschaft – überall treffen wir Menschen, mit denen wir Interessen, Werte, Überzeugungen oder Ziele teilen und denen wir uns aus diesem Grund verbunden fühlen. Man kann sich aber auch Menschen gegenüber solidarisch zeigen, die man nicht persönlich kennt oder deren Lebensumstände sich von den eigenen stark unterscheiden. Überall auf der Welt gibt es Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind, beispielsweise, weil sie ausgegrenzt werden, sich einsam fühlen, kein Zuhause haben, hungern oder auf der Flucht sind. Ein Zeichen von Solidarität ist es, diesen Menschen Unterstützung zu bieten.

Zusammenhalt gibt es aber nicht nur bei uns Menschen. Verhaltensforscher haben beobachtet, dass sich Elefanten und Hyänen in gewissem Maße um kranke oder gebrechliche Artgenossen kümmern. Befreundete Schimpansen unterstützen sich gegenseitig, wenn es zu einem Streit mit anderen Affen kommt, so etwas wie Altenpflege gibt es bei unseren nächsten Verwandten aber nicht. Im sozialen Ameisenstaat funktioniert nichts ohne Austausch und Arbeitsteilung. Jedes Tier hat seine Aufgabe. Welche das ist, ändert sich mit dem Alter. Eine Ameise kümmert sich um den Nachwuchs, die andere putzt das Nest, die dritte geht auf Nahrungssuche oder verteidigt das Nest gegen Angreifer. Die Insekten teilen sich aber nicht nur die Arbeit, sondern auch das Essen.

„WIR. Wie sieht Zusammenhalt aus?“ lautet das Thema des 53. Internationalen Jugendwettbewerbs „jugend creativ“. Kinder und Jugendliche sind in dieser Runde dazu aufgerufen, ihre Vorstellungen von Solidarität zu zeigen – ob als Bild oder Kurzfilm. „Dein SPIEGEL“, das Nachrichten-Magazin für Kinder, unterstützt den Wettbewerb schon seit vielen Jahren als Medienpartner und wird einige der besten Beiträge im Sommer 2023 wieder im Heft vorstellen. Die „Dein SPIEGEL“-Redaktion freut sich schon jetzt auf die kreativen Ergebnisse.

http://abo.spiegel.de/de/c/dein-spiegel

 


 


Junge Filmszene im Bundesverband Jugend und Film e.V.

 

Philipp Aubel_BJF
  Philipp Aubel
  Projektleiter "Junge Filmszene "
  Bundesverband Jugend und Film    e. V.

Diese Wettbewerbsrunde widmet sich einer der wichtigsten Fragen, die unsere Gesellschaft stets bewegt: Wie sieht Zusammenhalt aus?

Leider wächst Solidarität nicht in ruhigen und friedlichen Zeiten, sondern wird sichtbar und steigert sich, wenn der Zusammenhalt einer Gesellschaft auseinanderzureißen droht.

Als 2015 sehr viele Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind, durchfuhr Deutschland eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft, die man im Vorhinein in diesem Ausmaß nicht erwartet hätte. Auch 2022 ist diese enorme Solidarität und Hilfsbereitschaft zu erkennen und schweißt die Menschen weltweit zusammen. Zusammenhalt und Solidarität sind wichtige Werte einer Gesellschaft und regelmäßig muss geschaut werden, wo und wie diese weiterentwickelt werden müssen. Daher interessiert mich, wie junge Menschen heute die Frage der 53. Wettbewerbsrunde beantworten. Film bietet dazu ein ideales Medium für diese Beantwortung: In einem Dokumentarfilm können die jungen Filmschaffenden zum Beispiel Menschen bei Solidaritätsaktionen zeigen oder im Spielfilm können die Charaktere gemeinsam Herausforderungen überwinden.

An dieser Stelle möchte ich auf die wertvollen Tipps für die Umsetzung des Themas im Kurzfilmbereich hinweisen. Ebenso findet man auf den Internetseiten der Jungen Filmszene im Bundesverband Jugend und Film unter www.jungefilmszene.de wertvolle Tipps, Anregungen und Informationen rund ums Filmemachen.

Neben Malen, Zeichnen und den Mixed-Media-Arbeiten ist die Herstellung eines Kurzfilms für Kinder und Jugendliche ein beliebtes Format für den Jugendwettbewerb und ein wichtiges Medium, um sich künstlerisch auszudrücken. Die Junge Filmszene fördert junge Menschen, die sich mit dem Filmen beschäftigen, und findet im Jugendwettbewerb den idealen Partner, Kinder und Jugendliche für die aktive Filmarbeit zu begeistern. Die Junge Filmszene und ich freuen uns auf viele spannende Einreichungen auf dem Videoportal zum Thema „WIR. Wie sieht Zusammenhalt aus?“.

www.jungefilmszene.de
www.bjf.info


Friedrich Verlag

Frierich-Verlag Tim Schönemann
   Tim Schönemann
   Verlagsleiter Friedrich Verlag

  

Zusammenhalt ist gerade im Jahr 2022 von ganz besonderer Bedeutung für unsere Gesellschaft. Die Pandemie, Krieg in der Ukraine, Klimawandel – keine der aktuellen großen Herausforderungen unserer Zeit lässt sich ohne Solidarität bewältigen. Und damit nicht genug: Auch in beruflichen Kontexten sind die Zeiten vorbei, in denen Einzelne im stillen Kämmerlein Dinge vorangebracht haben. Immer mehr führen nur noch Kooperation und Kollaboration zum Erfolg. Und das ist beim Lernen ganz genauso.

Wir freuen uns daher sehr, dass „jugend creativ“ für so ein wichtiges Anliegen ein Forum bietet und unterstützen dies durch entsprechende Hinweise in unseren Zeitschriften Kunst und Unterricht, Kunst 5–10 sowie Grundschule Kunst. Durch die Teilnahme am Wettbewerb können Schülerinnen und Schüler oder auch die ganze Klasse Teil eines größeren Ganzen sein, finden Motivation und können ihren Ideen Ausdruck verleihen.

Gerade in diesen bewegten Zeiten, in denen Lehrkräfte durch heterogene Lerngruppen und im Rahmen des Homeschoolings entstandene Defizite extrem gefordert sind, ist das Pädagogenmagazin des Jugendwettbewerbs eine willkommene Unterstützung. Hier finden Lehrerinnen und Lehrer wertvolle, durchdachte Anregungen zur Umsetzung des Wettbewerbs und seines Themas im Schulunterricht.

In diesem Sinne wünschen wir allen Mitwirkenden kreative Ideen und vor allem viel Freude am Gestalten.

Ihr Tim Schönemann,

Verlagsleiter Friedrich-Verlag