Bundessieger Kurzfilm

Die Gewinner 

2. Platz: "Das reisende Haus"

Helene, 9 Jahre

Jurystatement:

„Helene nimmt uns in ihrem Kurzfilm ‚Das reisende Haus‘ mit auf Entdeckungsfahrt um die Erde, ohne dass die Hauptfigur ihr Haus verlassen muss. Stattdessen reist sie in diesem über Meere und Berge, durch Täler und die Luft, auf tropische Inseln und ins ewige Eis. Fantasievoll, farbenfroh und mit guter Laune erinnert uns Helenes technisch reifer Legetrick daran, dass die Welt unser Zuhause ist, die Tiere unsere Mitbewohner sind und die Fantasie alle Grenzen überwindet“, so Bundesjuror Fabian Pöhlmann, Producer bei studio.tv.film Berlin, unter anderem Produktionsfirma der ZDF-Sendung „Löwenzahn“.

1. Platz: "Jeffs Welt"

Pablo, 12 Jahre und Filmteam

Jurystatement:

„Dieser Animationsfilm erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der einige auf ihn zukommende Probleme einerseits erkennt, andererseits aber nicht die Energie aufbringt, sie zu lösen. Jeff ist mit seinem Scheitern aber nicht allein. Mit einer Schicksalsgenossin landet er im Regen auf der Straße. Diese Welt gefällt ihm nicht und er erklärt, dass er sich seine ‚eigene Welt‘ bauen wird. Aber schon die wie Ausrufezeichen eingesetzte Großaufnahme eines Schraubenziehers in Jeffs Hand lässt den Zuschauer erkennen: Da bewegt sich nichts! ‚Jeffs Welt‘ ist charakterisiert durch Schludrigkeit und Jeff steht dieser Welt nicht gegenüber, sondern ist ein Teil davon“, so Bundesjuror Professor Hans Hattop, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Potsdam.

6. Platz: "Mein 4-dimensionales Traumhaus"

Hanna, 10 Jahre

Jurystatement:

„Hanna lädt den Zuschauer ein zu einem Besuch in vergangene Welten und Situationen. Es handelt sich bei dieser Reise um eine mit kindlicher Spielfreude erdachte und gestaltete Realität. Der improvisatorisch wirkende Stil des Films sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass von der Idee über die Auswahl signifikanter Szenerien und leicht verständlicher Handlungsabläufe bis hin zu den aufnahmetechnischen Voraussetzungen eine beachtliche konzeptionelle Vorarbeit geleistet werden musste. Der Verzicht auf technische Perfektion und der spielerische Umgang mit Tricks, die sich zu erkennen geben, steigern das Vergnügen sowohl bei den Machern als auch bei den Zuschauern“, so Bundesjuror Professor Hans Hattop, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Potsdam.

4. Platz: "Bau dir deine Welt in einem Buch"

Sophia, 13 Jahre

Jurystatement:

„Fantastisch und dadurch die Fantasie anregend sind die Formerfindungen, die sich die 13-jährige Sofia ausgedacht und für ihren Trickfilm farbig gestaltet hat. Viele Fantasiefiguren bewegen sich vor immer neuen, abstrakten Hintergründen. So bauen sich die Vorstellungsbilder von drei lesenden Personen bei jedem geräuschvollen Umblättern einer Buchseite gedanklich auf. Tatsächlich ein vielschichtig ausgeklügeltes, preiswürdiges Werk zum Thema »Bau dir deine Welt«“, lobt Bundesjuror Dietrich von Ribbeck, Kunstpädagoge, Autor und ehemaliger Betreuer von preisgekrönten Schülerfilmprojekten, das Werk der jungen Filmemacherin.

3. Platz: "Haus der Toleranz"

Alexandra mit Filmteam, 16-20 Jahre

Jurystatement:

„Viele kleine Filme laufen gleichzeitig nebeneinander und in jeder dieser Filmwelten passiert etwas. Wir erfahren vieles über Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte anderer Menschen. Das sich Verbinden der verschiedenen Bildwelten, welches sich automatisch einstellt, erweitert die Fantasie auf besondere Art und Weise. Ein Entchen, das hin- und herfliegt, verstärkt diesen Eindruck. Hier spiegelt sich auch die gesamte Umgebung der Pandemie-Krise wider, die den Einzelnen häufig in einem zellenähnlichen Raum einsperrt. So ist jeder in seiner inneren Emigration gefangen und der Kontakt zur Umwelt und zu anderen Menschen geht langsam verloren“, so der Bundesjuryvorsitzende Professor Klaus-Ove Kahrmann von der Universität Bielefeld.

5. Platz: "Ein kleines Haus"

Katharina, 14 Jahre

Jurystatement:

„Gekonnt verknüpft die junge Filmemacherin in diesem kurzweiligen Film Kindheitserinnerungen, die aktuelle Wohnungsnot in Großstädten und die Frage, wie die Menschen in Zukunft leben sollten. Die Jury war erstaunt, dass die junge Regisseurin diesen Film ganz allein entwickelte, schrieb, zeichnete, drehte und schnitt. Sie gratuliert diesem Filmtalent zum wohl verdient fünften Platz und hofft, wie sie, dass die Menschen nachhaltiger wohnen werden“, so Bundesjuror Philipp Aubel, Projektleiter Junge Filmszene im Bundesverband Jugend und Film e. V. (BJF).