Ob Mikroplastik, Korallensterben oder überhitzte Ozeane: Kaum ein Ökosystem steht derzeit so im Fokus politischer und gesellschaftlicher Debatten wie die Meere. Eine aktuelle repräsentative Umfrage im Rahmen des 56. Internationalen Jugendwettbewerbs jugend creativ zum Thema „Meer entdecken“ zeigt nun, wie junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren zu Fragen rund um Ozeane, Umwelt und Nachhaltigkeit stehen. Das Ergebnis: Das Meer bleibt für viele ein Ort der Ruhe, Weite und Freiheit – zugleich wächst die Zahl derer, die seine Zukunft mit Unsicherheit betrachten.
Das Meer fasziniert – aber die Sorge wächst
Auf die Frage, was sie spontan am meisten mit dem Meer verbinden, nennen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor allem Ruhe und Erholung (39 Prozent), gefolgt von Spaß und Abenteuer (27 Prozent) sowie Freiheit und Weite (22 Prozent). Zugleich zeigt die Umfrage eine deutliche emotionale Ambivalenz: 41 Prozent der Befragten empfinden beim Gedanken an Meere und Ozeane gleichermaßen Faszination und Sorge. Weitere 21 Prozent geben an, dass die Sorge überwiegt. Damit ist das Meer für viele Jugendliche ein wichtiges Beispiel für bedrohte Natur und den Klimawandel und damit klares Zukunftsthema.
Meeresschutz ist wichtig – aber Engagement bisher gering
91 Prozent der Befragten halten den Schutz der Meere und Ozeane für wichtig. Dennoch engagiert sich nur ein sehr kleiner Teil (4 Prozent) aktiv. 53 Prozent haben zwar schon darüber nachgedacht, sind bisher aber nicht aktiv geworden. Diese Diskrepanz zwischen Bewusstsein und Handeln zeigt, wie groß das Potenzial für Aufklärung, niedrigschwellige Beteiligungsformate und kreative Zugänge bleibt.
Wissen aus Schule, Medien und Kreativität
Etwas mehr als zwei Drittel der Jugendlichen (68 Prozent) fühlen sich über Meere und Ozeane gut informiert, vor allem über die Schule (65 Prozent), soziale Medien und Internet (62 Prozent) sowie TV-Dokumentationen (56 Prozent). Bemerkenswert: 42 Prozent erleben kreatives Arbeiten wie Malen, Zeichnen oder Fotografieren als hilfreich für einen Zugang zu komplexen Umweltthemen.
Jugendwettbewerb macht junge Perspektiven sichtbar
Genau hier setzt der Internationale Jugendwettbewerb jugend creativ der Volksbanken und Raiffeisenbanken an: Unter dem Motto „Meer entdecken“ sind Kinder und Jugendliche in der aktuellen 56. Wettbewerbsrunde dazu eingeladen, sich kreativ auszudrücken und eigene Fragen, Hoffnungen und Gedanken sichtbar zu machen. Noch bis zum 13. Februar 2026 können Bilder, Kurzfilme und auch Quizlösungen bei den veranstaltenden Genossenschaftsbanken eingereicht werden. Schirmherr der aktuellen Wettbewerbsrunde ist Polarforscher und Expeditionsleiter Arved Fuchs, der sich seit vielen Jahren für den Schutz mariner Lebensräume engagiert.
Beteiligen können sich Kinder und Jugendliche der Schulklassenstufen 1 bis 13 sowie Jugendliche bis einschließlich 20 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen. Veranstalter von jugend creativ sind Genossenschaftsbanken aus Deutschland, Frankreich, Italien/Südtirol, Luxemburg, Österreich und der Schweiz. Mit seinem länderübergreifenden Ansatz unterstützt jugend creativ den europäischen Gedanken, das Miteinander und den internationalen Zusammenhalt. Im Jahr 2009 wurde der Wettbewerb von der Deutschen UNESCO-Kommission als ein offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet. Sämtliche Informationen zum Wettbewerb gibt es auf der Internetseite www.jugendcreativ.de.
Daten der Umfrage
Befragt wurden 508 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger im Alter von 14 bis 20 Jahren im Zeitraum vom 7. bis 14. November 2025 per CAWI (Computer Assisted Web Interviews). Die repräsentative Umfrage wurde im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) vom Sozialforschungsunternehmen Verian anlässlich des 56. Internationalen Jugendwettbewerbs jugend creativ durchgeführt.
Zwei Pressegrafiken finden Sie im Pressebereich unter www.jugendcreativ.de, die Originaldaten von Verian zu den Umfrageergebnissen sind hier einsehbar.