Sie haben sich aus über 400.000 Einreichungen mit kreativen Höchstleistungen durchgesetzt: Rund 20 junge Talente aus Deutschland, Frankreich, Italien (Südtirol), Luxemburg, Österreich und der Schweiz haben es mit ihren Bildern zum 56. Internationalen Jugendwettbewerb zum Thema „Meer entdecken“ bis zum Finale geschafft. Der Wettbewerb zählt zu den größten kreativen Bildungsinitiativen Europas: Genossenschaftsbanken aus sechs europäischen Ländern veranstalten jugend creativ jährlich und laden Kinder und Jugendliche zur kreativen Auseinandersetzung mit Zukunftsthemen in Bildern und Filmen ein. Die Finalisten überzeugten mit ihren kreativen Darstellungen der Meere und Ozeane Jurys auf lokaler, regionaler, bundesweiter und nun auch internationaler Ebene.
Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, überreichte die Preise gemeinsam mit Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) an die jungen Talente in den Räumen der DZ BANK am Pariser Platz in Berlin.
„Die Ozeane sind der größte Lebensraum auf unserem Planeten und bergen noch viele Geheimnisse. Durch Meeresforschung kommen wir diesen auf die Spur und können unserer Meere und Ozeane zukünftig besser schützen. In den prämierten Bildern und Filmen der Jugendlichen wird die Faszination der Meere eindrücklich deutlich. Wettbewerbe wie ‚jugend creativ‘ wecken das Interesse für unsere Natur und deren Verständnis schon früh. Das ist wichtig, um Jugendliche an MINT-Fächer heranzuführen. Wir brauchen dringend Expertinnen und Experten von Morgen, damit wir wieder Top-Technologieland werden“, erklärt die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär.
Schirmherr der 56. Wettbewerbsrunde Arved Fuchs, Expeditionsleiter in polare Regionen und derzeit mit seinem Forschungsschiff unterwegs, würdigte die Arbeiten in einer Videogrußbotschaft: „Wer viele Jahrzehnte auf den Weltmeeren unterwegs ist, erlebt hautnah, wie empfindlich diese Ökosysteme sind. Umso mehr beeindruckt mich, wie aufmerksam und differenziert sich die jungen Künstlerinnen und Künstler mit den Ozeanen auseinandersetzen. Ihre Arbeiten sind beeindruckend und zeigen Verantwortung, Neugier und Hoffnung auf“, sagte Arved Fuchs.
Zwischen Faszination und Bedrohung: So sehen junge Menschen Meere
Unter den international prämierten Werken finden sich detailreiche Darstellungen von Korallenriffen ebenso wie eindringliche Bilder zur Verschmutzung der Meere.
Zu den Erstplatzierten zählen Olivia F. aus Frankreich mit „La mer dans tous ses états”, sowie Michelle S. aus der Schweiz mit „Meeresgeheimnisse” in der Altersgruppe I (6-8 Jahre). Zudem belegten Zoé K. aus der Schweiz mit „Unterwasserwelt” in der Altersgruppe II (9-10 Jahre), Polina B. aus Österreich mit ihrem prämierten Werk in der Altersgruppe III (11-14 Jahre) und Nina S. aus Österreich mit ihrem Siegerbild in der Altersgruppe IV (15-20 Jahre) den ersten Platz. Aus Deutschland wurde Tosca-Maribel A. mit ihrem Werk „Immer mehr, der Preis steigt” in der Altersgruppe IV mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Ihr Bild zeigt eine überflutete Einkaufsstraße und entwirft eine dystopische Zukunft, in der steigende Meeresspiegel zur Normalität geworden sind. Den vierten Platz in ihrer jeweiligen Altersgruppe belegten „Schnorchelausflug“ von Levi P. (Altersgruppe I), das einen Schnorchler zwischen zahlreichen Meerestieren zeigt, sowie eine Bildkomposition zwischen Pop und Witz mit dem Titel „Unterwasserwelt” von Selena L. (Altersgruppe II). Der Linolschnitt „Meer unter Druck“ von Cornelius S. aus 18 einzelnen Platten belegte den fünften Platz in der Altersgruppe III.
Auch in der Kategorie Kurzfilm setzten sich junge Filmschaffende kreativ mit dem Wettbewerbsthema bis zur Bundesebene in Deutschland auseinander. Die Beiträge zeigen, wie vielfältig sich das Meer filmisch erzählen lässt: von dokumentarischen Ansätzen über fiktionale Geschichten bis hin zu experimentellen Formaten.
Der erstplatzierte Kurzfilm „brandung“ von Madita K. und Lina K. (15 und 17 Jahre) aus Lübeck erzählt ohne Worte eine poetische Geschichte über Sehnsucht, Erinnerung und die tiefe Verbundenheit zum Meer. Das Meer wird dabei zur Metapher für Liebe, Heimat und Verlust.
Der zweitplatzierte Stop-Motion-Film „Das Märchen vom Sägefisch und dem versunkenen Schatz“ der Klassen 4a, 4b und 4c der Jean-Paul-Grundschule Coburg in Bayern (39 Beteiligte, 6–10 Jahre) erzählt ein liebevoll gestaltetes Unterwassermärchen über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.
Der drittplatzierte Kurzfilm „Buntblüter“ der Filmgruppe ZSL (7 Beteiligte, 12–16 Jahre) aus Delbrück verpackt die Frage nach den Chancen und Grenzen wissenschaftlicher Entdeckungen in ein Science-Fiction-Szenario. Mit ausdrucksstarker Bildsprache und durchdachter Dramaturgie regt der Film dazu an, über Verantwortung, Ausbeutung und den Umgang mit Natur und Umwelt nachzudenken.
Kolak: jugend creativ fördert Gestaltungswillen und Zusammenhalt
„Die jungen Künstlerinnen und Künstler beobachten genau, was in der Welt geschieht. Wir möchten sie ermutigen, ihre Perspektiven einzubringen“, sagte BVR-Präsidentin Marija Kolak. „Genau dafür bietet jugend creativ seit über 50 Jahren eine Plattform, die zugleich internationale Begegnungen für Europas Nachwuchs schafft. Wir Genossenschaftsbanken sind überzeugt: Gesellschaftlicher Fortschritt entsteht dort, wo Menschen ihre Ideen entfalten, Verantwortung übernehmen und Zukunft aktiv mitgestalten.“
Thema der nächsten Wettbewerbsrunde: Traumwelten
Im Rahmen der Preisverleihung wurde das neue Wettbewerbsthema der kommenden Wettbewerbsrunde jugend creativ öffentlich vorgestellt. Ab Anfang Oktober 2026 sind Kinder und Jugendliche eingeladen, sich mit Bildern, Filmen und Quizlösungen am Thema „Traumwelten” zu beteiligen. Weitere Informationen dazu werden ab September dieses Jahres auf der Website der Bildungsinitiative www.jugendcreativ.de zu sehen und bei den veranstaltenden Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Ort erhältlich sein.
Hinweise für Redaktionen:
Eine digitale Pressemappe mit weiteren Informationen und Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier im digitalen Newsroom sowie im Pressebereich von jugendcreativ.de.
TV- und Hörfunkstationen können ab 15:30 Uhr Footage-Material von der internationalen Preisverleihung am 26. Juni 2026 in Berlin hier abrufen. Nehmen Sie bei technischen Nachfragen auch gern direkt Kontakt zum Filmteam auf: bjoernduess@gmail.com, Tel.: 01708543609.
Downloadgalerie mit allen Siegerbildern auf Bundesebene und internationaler Ebene in druckfähiger Qualität: https://jugendcreativ-blog.de/bundespreistraeger-56-wettbewerbsrunde-internationaler-jugendwettbewerb-jugend-creativ/ (Passwort: 56_jugendcreativ).